Realisierung

Realisierung von Wind- und Photo­voltaik­anlagen

Die Realisierung einer Wind- oder Photovoltaikanlage ist ein vielschichtiger Prozess, der viele Schritte umfasst. Von der ersten Planung bis zur Inbetriebnahme erfordert jede Phase sorgfältige Vorbereitung und Koordination.

Standortwahl

Der passende Standort ist der erste und einer der wichtigsten Schritte bei der Umsetzung von Wind- und Photovoltaikanlagen. Dabei sind folgende Aspekte entscheidend:

  • Windverhältnisse (Windkraft): Ein Standort mit starken und konstanten Windverhältnissen ist für die effiziente Stromerzeugung eine wesentliche Voraussetzung.
  • Sonneneinstrahlung (Photovoltaik): Solaranlagen benötigen möglichst viele Sonnenstunden, um einen hohen Ertrag zu gewährleisten.
  • Umweltaspekte: Es ist wichtig, den Schutz der lokalen Flora und Fauna sicherzustellen. Besonders zu beachten sind sensible Arten wie Vögel und Fledermäuse.
  • Zugänglichkeit: Der Standort sollte gut erreichbar sein, um einen reibungslosen Transport der Bauteile und Materialien zu ermöglichen.
  • Bebauungsplan: Die Einhaltung der gesetzlichen Mindestabstände zu Wohngebieten ist unerlässlich.

Genehmigungsverfahren

Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, müssen verschiedene Genehmigungen eingeholt werden:

  • Baugenehmigung: Diese stellt sicher, dass das Projekt den lokalen Bauvorschriften entspricht.
  • Umweltverträglichkeit: BImSchG steht für Bundes-Immissions­schutzgesetz. Es regelt schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und ähnliche Faktoren. Das Gesetz legt fest, unter welchen Bedingungen genehmigungspflichtige Anlagen betrieben werden dürfen, um Menschen, Tiere, Pflanzen und das Klima vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Das BimSchG spielt eine zentrale Rolle bei der Genehmigung von Projekten, insbesondere im  Bereich der erneuerbaren Energien und  Industrieanlagen.
  • Netzanbindung: Damit die erzeugte Energie ins  Netz eingespeist werden kann, ist eine Genehmigung für den Netzanschluss erforderlich.

Technische Planung und Finanzierung

Nach der Standortwahl und den erforderlichen Genehmigungen erfolgt die detaillierte Planung:

  • Technische Planung: Hier wird die genaue Position der Windturbinen oder Solarmodule festgelegt, die Fundamente werden geplant und die passenden Technologien ausgewählt.
  • Finanzierung: Die Finanzierung kann durch Eigenkapital, spezielle Kredite oder Bürgerbeteiligungen erfolgen. Staatliche Förderungen und Einspeisevergütungen spielen häufig eine wichtige Rolle. 

Bauphase

Mit Abschluss der Planungen und gesicherter Finanzierung beginnt der Bau:

  • Fundamentbau: Ein stabiles Fundament ist essenziell, um die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten.
  • Transport und Montage: Die großen Komponenten wie Rotorblätter, Türme und Solarmodule werden zum Standort transportiert und dort montiert.
  • Netzanbindung: Der Netzanschluss erfolgt, damit die erzeugte Energie eingespeist werden kann.

Inbetriebnahme und Wartung

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Anlage in Betrieb genommen:

  • Testphase: Vor der endgültigen Inbetriebnahme wird die Anlage intensiv getestet.
  • Wartung: Für einen störungsfreien Betrieb sind regelmäßige Wartungsarbeiten notwendig, einschließlich Inspektionen, Reparaturen und des Austauschs von Verschleißteilen.

Warum ALTUS?

Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Realisierung von Wind- und
Photovoltaikanlagen unterstützen wir Sie bei jedem Schritt – von der Standortwahl bis zur Inbetriebnahme.

Dabei bieten wir maßgeschneiderte Finanzierungs- und Beteiligungskonzepte, übernehmen das gesamte  Genehmigungsverfahren und sorgen für eine  transparente Öffentlichkeitsbeteiligung vor Ort.

Wir bleiben stets auf dem neuesten Stand, was Gesetzesänderungen, Förderprogramme und technologische Entwicklungen betrifft, und stehen Ihnen als zuverlässiger Partner zur Seite. 

Häufig gestellte Fragen zu diesem Thema

Unter dem Begriff Erneuerbare Energien versteht man Energieträger wie Wasser, Sonne und Wind. Diese Energien stehen unendlich zur Verfügung. Das Gegenteil von Erneuerbaren Energien sind fossile Energieträger wie Kohle oder Erdgas.

  • Sonnenenergie (Photovoltaik, Solarthermie)
  • Wasserkraft
  • Windkraft
  • Geothermie und Umgebungswärme
  • Bioenergie (feste Biomasse wie Holz, Biogas und flüssige Biomasse wie Biodiesel sowie der biogene Anteil von Abfällen)

Erneuerbare Energien werden auch regenerative Energien genannt.

Für den Betrieb benötigen Windenergieanlagen Strom, da sich die Gondel mit den Rotoren in den Wind drehen muss. Dieser Strom wird aus dem Stromnetz zur Verfügung gestellt, in das die Windenergieanlage erzeugten Strom einspeist. Ist nach dem vollständigen Bau einer Windenergieanlage der Netzanschluss nicht rechtzeitig fertiggestellt, kann übergangsweise Strom aus Dieselaggregaten bereitgestellt werden. Ebenso ist dies möglich bei einer längeren Unterbrechung der Stromversorgung, damit die Windenergieanlage ihre Schutzsysteme selbstständig aufrechterhalten kann. Photovoltaikanlagen benötigen keinen Neustart, da sie kontinuierlich Strom produzieren, sobald ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist.

Ein Windrad dreht sich mit 12 bis 32 Umdrehungen pro Minute, abhängig von der Windstärke und der Größe der Anlage. Photovoltaikanlagen haben keine rotierenden Teile, sondern bestehen aus fest installierten Solarmodulen, die kontinuierlich Sonnenlicht in Energie umwandeln.

Die Überwachung ist entscheidend, um Probleme, Störungen und Verschleiß frühzeitig zu erkennen, Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen zu planen und den Ertrag der Anlage zu optimieren.

Das Fundament für eine Windkraftanlage benötigt etwa 0,5 bis 0,7 Hektar Fläche. Das entspricht in etwa der Größe eines halben Fußballfeldes.

Ja, landwirtschaftliche Flächen können weiter genutzt werden, selbst wenn dort Windkraft- oder Photovoltaikanlagen stehen.

Das Fundament eines Windrads hat einen Durchmesser von 20 bis 30 Metern und reicht bis zu 4 Meter in die Tiefe. Bei Photovoltaikanlagen sind Fundamente weniger tief, da die Module leichter sind und meist auf Gestellen befestigt werden, die auf Pfosten oder Rahmen im Boden verankert sind.

Die Fundamente alter Windkraftanlagen werden häufig recycelt. Stahl und Kupfer werden weiterverwendet, während Beton zerkleinert und im Straßenbau genutzt wird. Bei Photovoltaikanlagen sind die Verankerungen und Träger leichter abzubauen, und die Module selbst werden meist recycelt oder weiterverwendet.