Re­power­ing von Wind­kraft­an­lagen: Effi­ziente Er­neue­rung für eine nach­haltige Zu­kunft

Repowering bedeutet aus dem Englischen übersetzt „Kraftwerkserneuerung“. Beim Repowering werden bestehende Windkraftanlagen durch moderne, effizientere Modelle ersetzt. Durch die geänderten Anforderungen sind vorhandene Fundamente und die exakt gleichen Standorte für den Neubau meistens nicht geeignet und werden zurückgebaut. Die bereits vorhandene Infrastruktur wird aber bestmöglich genutzt, um weitere Eingriffe in Landschaft und Natur weitgehendst zu minimieren. Die Nutzung bewährter Standorte trifft bei der Bevölkerung auf hohe Akzeptanz.  Moderne Windkraftanlagen produzieren durch neue Technologien deutlich mehr Strom, sind geräuschärmer und das häufig beklagte Problem des Schattenwurfs ist kaum mehr wahrnehmbar.

Repowering am gleichen Standort

Etablierte Flächen
Der Standort wurde bereits über mehrere Jahre erfolgreich für die Windenergie genutzt und ist dadurch optimal vorgeprägt. Die bestehende Infrastruktur kann teilweise weiterverwendet werden, was den Eingriff in Landschaft und Natur deutlich reduziert. Zudem ist der Standort bereits für die Windnutzung genehmigt, was die Planungs- und Genehmigungsverfahren erheblich vereinfacht.

Akzeptanz
Der Standort ist bereits durch die alten Anlagen geprägt, weshalb ein Repowering auf eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung trifft. Die Menschen sind mit den Windkraftanlagen vertraut und sehen die Vorteile der Modernisierung.

Effiziente Flächennutzung
Durch den Abbau der alten Windkraftanlagen und die Installation modernerer Turbinen können die begrenzt zur Verfügung stehenden Flächen deutlich effektiver genutzt werden.

Rückbau und Neubau
Beim Rückbau werden bestehende Windkraftanlagen, einschließlich ihrer Fundamente und elektrischen Anschlüsse, vollständig zurückgebaut. Dieser Prozess folgt strengen rechtlichen Vorgaben und Umweltschutzauflagen. Nach dem Rückbau ist es möglich, an derselben Stelle oder in unmittelbarer Nähe neue Anlagen zu errichten. Dabei ist es entscheidend, den Rückbau der alten Anlagen und den Bau der neuen Windkraftanlagen sorgfältig aufeinander abzustimmen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Planungssicherheit für Betreiber
Repowering-Projekte bieten eine effiziente Möglichkeit, die Lebensdauer von bestehenden, etablierten Standorten zu verlängern und Windenergie weiterhin erfolgreich zu betreiben

Wenn Sie mehr über Repowering erfahren möchten, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

Antworten auf die brennendsten Fragen

Repowering bezeichnet den Austausch älterer Windkraftanlagen durch modernere Windkraftanlagen mit leistungsstärkeren Turbinen in räumlicher Nähe zum bestehenden Standort. Dieser Prozess zielt darauf ab, die Effizienz und Leistung der Anlagen durch neue Technologien zu steigern. Durch Nutzung der bestehenden Infrastruktur kann der Eingriff in Natur und Landschaft deutlich minimiert werden.

Repowering bietet zahlreiche Vorteile: Der Standort ist durch die langjährige Nutzung für Windenergie bereits optimal vorgeprägt. Die bestehende Infrastruktur lässt sich größtenteils weiter nutzen, was den Eingriff in die Natur auf ein Minimum reduziert. Die modernen, leistungsstärkeren Turbinen ermöglichen eine deutlich effizientere Flächennutzung. Ein weiterer Vorteil ist die oft höhere Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Windkraftanlagen sind bereits vertraut.

Der optimale Zeitpunkt für ein Repowering ist nach etwa 20 bis 25 Jahren, wenn die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgelaufen ist und die Effizienz der bestehenden Turbinen sinkt. Auch dann, wenn neue Technologien zur Verfügung stehen, die eine erhebliche Leistungssteigerung bieten, ist ein Repowering eine sinnvolle Option.

Auch wenn der Standort bereits für Windkraft genutzt wird, sind für Repowering-Projekte dennoch neue Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) erforderlich. Diese betreffen in erster Linie den Austausch der Anlagen sowie die Einhaltung aktueller Umwelt- und Sicherheitsstandards. Der Gesetzgeber befürwortet Repowering ausdrücklich und hat daher die Dauer der Genehmigungsverfahren zeitlich befristet, sodass Repowering-Projekte schneller durchzuführen sind als komplett neue Projekte.

Beim Rückbau werden zunächst die Rotoren und die Gondel mithilfe eines Krans demontiert. Im Anschluss folgt der fachgerechte Rückbau des Turms, der Fundamente und der elektrischen Anschlüsse. Dieser Prozess erfolgt stets unter Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Umweltschutzauflagen. Sobald der Rückbau abgeschlossen ist, wird der Standort für die Installation der neuen Turbinen vorbereitet. Wo es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, können der Rückbau der alten und der Bau der neuen Windkraftanlagen parallel durchgeführt werden, um die Abläufe zu optimieren.

Neue Windkraftanlagen zeichnen sich durch eine größere Nabenhöhe und eine höhere Leistung im Vergleich zu ihren Vorgängern aus. Sie sind mit fortschrittlicheren Rotorblättern, effizienteren Generatoren und modernen Systemen zur Echtzeit-Überwachung der Leistung ausgestattet. Diese Technologien ermöglichen eine gesteigerte Energieerzeugung, während der Flächenbedarf gleich bleibt oder sogar reduziert werden kann.

Da Repowering bereits etablierte Standorte nutzt, ist die Akzeptanz in der Bevölkerung oft höher. Die Menschen sind mit den Windkraftanlagen vertraut, und durch den Einsatz modernerer, effizienterer Turbinen wird in der Regel die Anzahl der Anlagen und die Drehgeschwindigkeit der Rotoren reduziert, wodurch die visuelle Belastung verringert werden kann.

Ja, durch Repowering kann die Leistung eines Windparks deutlich gesteigert werden. Moderne Turbinen haben eine höhere Nennleistung und können mehr Strom pro Anlage erzeugen, wodurch die Gesamtleistung des Windparks erhöht wird.

Repowering bietet Grundstückseigentümern und Verpächtern zahlreiche Vorteile. Neue, moderne Windkraftanlagen sind in der Regel deutlich leistungsstärker, was zu einer höheren Stromproduktion und somit gesteigerten Einnahmen für die Betreiber führt. Für das Repowering werden neue Verträge mit den Grundstückseigentümern geschlossen, die Flächennutzung und daher Pachteinnahmen über weitere 25 bis 30 Jahre ermöglichen.

Beim Rückbau alter Windkraftanlagen müssen strikte Umweltschutzauflagen beachtet werden, insbesondere in Bezug auf die fachgerechte Entsorgung von Baumaterialien und den Schutz der örtlichen Flora und Fauna. Auch bei der Installation von neuen Turbinen gelten dieselben umweltrechtlichen Vorgaben wie bei einem Neubau, um die Auswirkungen auf die Natur so gering wie möglich zu halten.