Welche Kosten entstehen beim Bau einer Photo­voltaik­anlage?

Die Kosten für den Bau einer Photovoltaikanlage hängen von vielen Faktoren ab, wie der Anlagengröße, den verwendeten Materialien und dem Standort. In diesem Artikel betrachten wir die Kostenstruktur für Freiflächenanlagen und zeigen, welche Investitionen notwendig sind.

1. Planung und Genehmigung

Bevor der Bau beginnen kann, fallen Kosten für die Planung, Machbarkeitsstudien und die Einholung von Genehmigungen an. Kostenpunkt:
  • 000 bis 150.000 € je nach Projektgröße

2. Module und Montage­ge­stelle/Unter­kon­struktion

Die Module sind der größte Kostenfaktor. Bei Freiflächenanlagen werden in der Regel Monokristalline oder Polykristalline Module verwendet. Dazu kommt die Unterkonstruktion, die die Module trägt. Kostenpunkt:
  • Module: 1300 bis 4150 €/kWp
  • Unterkonstruktion: 120 bis 200 €/kWp

3. Wechselrichter und Technik

Die Wechselrichter wandeln den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom um. Auch Transformatoren und elektrische Verkabelung sind nötig. Kostenpunkt:
  • Wechselrichter: 30 bis 50 €/kWp
  • Transformatoren und Technik: 50 bis 100 €/kWp

4. Bau und Installation

Der Bau einer Freiflächenanlage umfasst Erdarbeiten und die Errichtung eines Zauns mit Toranlage(n). Kostenpunkt:
  • 20 bis 40 €/kWp

5. Netzanbindung

Die Einspeisung des Stroms ins Netz erfordert die Anbindung an das öffentliche Stromnetz. Die dabei anfallenden Kosten hängen in der Regel von der Entfernung der Photovoltaikanlagen zum Einspeisepunkt ab. Kostenpunkt:
  • 700 bis 1.000 €/m.

6. Betrieb und Wartung

Nach der Inbetriebnahme fallen jährliche Kosten für die Wartung und den Betrieb der Anlage an. Kostenpunkt: Die jährlichen Kosten liegen bei 10 bis 20 € pro kWp, und falls ein Umspannwerk am Einspeisepunkt nötig ist, können zusätzliche Kosten in Millionenhöhe entstehen.

Gesamtkosten

Zusammengerechnet ergeben sich durchschnittliche Gesamtkosten von 400 bis 700 € pro installiertem kWp. Eine Freiflächenanlage mit 10 MW Leistung kostet also etwa 4 bis 7 Millionen Euro.

Wirtschaft­lich­keit und Amortisation

Trotz der hohen Anfangsinvestitionen sind Photovoltaik-Großanlagen äußerst wirtschaftlich. Je nach Einspeisevergütung, Börsen-Strompreis und dem Angebot an solarer Einstrahlung amortisieren sich die Kosten meist nach 8 bis 12 Jahren.

Fazit

Die Kosten für den Bau einer Photovoltaikanlage sind hoch, aber durch die geringe Wartung und die lange Lebensdauer von 30 und mehr Jahren bleibt die Wirtschaftlichkeit attraktiv. Große Anlagen profitieren von Skaleneffekten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Nutzung Erneuerbarer Energien.

Die Amortisationszeit einer Photovoltaik-Freiflächenanlage liegt typischerweise zwischen 8 und 12 Jahren, abhängig von Faktoren wie Einspeisevergütung, Börsen-Strompreis und dem Angebot solarer Einstrahlung. Große Anlagen profitieren von Skaleneffekten und der geringen Wartung, was die Wirtschaftlichkeit erhöht. Nach der Amortisation erzeugt die Anlage über viele Jahre hinweg sauberen Strom, was sie zu einer langfristig rentablen Investition macht.